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Ardeche/Cevennen

Text: Transe

Fotos: Transe

Realisierung: Sven

 

 

Ach ja, die Ardeche….

Einleitung:

Die kleine Reisegruppe Tukan und Transe (plus Anhang) hatte in 8 Tagen der letzten Augustwoche 2017 dieses Gebiet erkundet.

Der Naturpark der Ardeche befindet sich in Südfrankreich und grenzt u.a. an dem Nationalpark der Cevennen. Die Parks sind zwischen der A75 und A7 gelegen und gehören zum Zentralmassiv. Die höchste Erhebung des Massivs ist der Puy de Sancy (1885 m) und die durchschnittliche Höhe liegt wohl bei 700m (sagt Wiki)

 

 

 

 

(Die kleine Reisegruppe vor Pont d‘ Arc in der Ardeche-Schlucht)

 

Anfahrt:

Von Deutschland erreicht man die Ardeche am schnellsten über die A7. Die Kosten für die Autobahn lagen bis Montelimar bei knapp 40 Euro. Der Benzinpreis auf der Bahn betrug durchschnittlich 1,38 Euro.

Aufgrund der wenigen Urlaubstage sind wir mit dem Motoradanhänger gefahren – die Anfahrt von 940 km bis zu unserem Zielort nach Grospierres schafften wir in gemütlichen 13 Stunden.

Ab Lyon kam der ersehnte Wetterumschwung und es wurde zunehmend wärmer. Als wir das Gebiet der Ardeche erreichten, lag die Temperatur bereits bei ca. 34 Grad.

Unsere Unterkunft:

Unser Urlaubsdomizil war eine Bikerfreundliche Ferienanlage unter belgischer Leitung – die „Domaine de Ribiere“ ist eine Anlage in landestypischer Steinbauweise. Es befindet sich dort mehrere Ferienhäuser mit bis zu 3 Schlafzimmer, kleinere Ferienwohnungen und Apartments. Schaut selber auf der Homepage http://www.domainederibiere.be oder https://domainederibiere.fr/

 

 

 

Die Verständigung mit Danny (Vermieter) erfolgte in Französisch, Englisch und auch etwas Deutsch. Die Onlinebuchung wurde komplett in Deutsch abgewickelt und gestaltet sich freundlich und zügig. Wir hatten uns ein Ferienhaus (Villa) mit 3 Schlafzimmer gegönnt.

 

 

Die Villa hatte Vollausstattung, d.h. Küche, Waschmaschine, Spülmaschine, Fernseher, Besteck, Kaffeemaschine Microwelle, Außengrill, Terrasse, etc, sowie ein Schwimmbad.

 

 

Parkplätze für unseren gesamten Fuhrpark hatten wir vor und neben dem Haus ausreichend.

 

 

Gesamtkosten inklusive Bettzeug, Endreinigung und Halbpension für 7 Übernachtung waren 350 Euro pro Person. Das war der Preis für Nachsaison also ab 21.08.2017. Das war genial für dieses Gesamtpaket.

Unser Urlaubsort:

Der Ort Grospierres wirkt mehr wie eine lose Ansammlung von ehemaligen Bauerhöfen. Einen Bahnhof soll es geben, den ich selber nie gesehen habe. Wichtig: eine Tankstelle mit Kfz-Werkstatt befindet sich in unmittelbarer Umgebung der Unterkunft (300m) sowie ein kleines und ausreichendes Lebensmittelgeschäft. Ein großer Supermarkt war ca 8km entfernt.

 

 

 

Die Wahl auf diesen Ort fiel zum einen wegen der günstigen Unterkunft und zum anderen wegen der Nähe zur Ardecheschlucht. Die Anfahrt zum Einstieg war nur 6 km entfernt !!

Unser Programm:

Da ich die Gegend schon einmal besucht hatte, war auch schnell ein kurzes Programm zusammengestellt, das dann nach gemeinsamer Absprache wie folgend durchgeführt wurde.

Dienstag: Ardeche-Schlucht dann zu den Cascades du Sautadet (70km)

 

  

 

 

Mittwoch: Saint-Jean-du-Gard (Zugfahrt durch Schluchten nach La Bambouseraie en
Cévennes (70km)

 

  

 

 

Donnerstag: Aven d’Orgnac Grand Site de France (Höhlen) (30km)

 

 

Freitag: Nach Sainte-Enimie in die Cevennen Tarn-Schlucht (130km)

 

 

Samstag: Uzes…schönster Wochenmarkt Frankreichs, dann weiter nach Avignon (90km)

 

 

Sonntag: Kanutour Gard von Collias nach Pont du Gard (70km)

 

 

 

Fazit Unterkunft:

Wir können unsere Unterkunft weiterempfehlen. Die Ausstattung der Villa war top, wenn auch hier und da einige Teile defekt waren. Die Räume waren sauber und frei von Insekten.
Das Personal war sehr aufmerksam, freundlich und um sprachliche Verständigung bemüht.

Das Frühstück war für französische Verhältnisse vielseitig, frisch und gut. Das Abendessen bestand aus 3 Gänge und war grundsätzlich lecker. Man sollte jedoch vorher fragen, was da genau auf dem Teller kommt, damit es keine Überraschung gibt.

Fazit Urlaubsort:

Die Ardeche und die Cevennen sind für Motorradfahrer ein Paradies. Es gibt neben den gut ausgebauten Hauptstrecken sehr viele einsame und kurvige Nebenstraßen, die durch traumhafte und naturbelassene Landschaften führen.

Die Fahrt durch die Ardeche-Schlucht ist sehr schön und es gibt jede Menge Haltepunkte für einen schönen Blick nach unten.

Die Fahrt in die Cevennen entlang des Tarn-Flusses, nach Sainte-Enimie, hat sich da jedoch besonders hervorgetan. Die kürzeste Anfahrt mit Garmin-Navi ist teilweise fahrtechnisch sehr anspruchsvoll und sollte nicht unbedingt mit Chopper oder Rennsemmel befahren werden.

Andere Verkehrsteilnehmer sind ungewöhnlich rücksichtsvoll; das mag aber auch daher kommen, dass in vielen Orten Blitzkisten stehen.

Fazit gesamt:

Das war 1 Woche Urlaub bei wärmsten Wetter und lauen Nächten. Viel Wein, Bier und Essen. Ein bißchen Abenteuer, Kultur und Spaß. Baden in Flüssen und Eintauchen in Höhlen haben das Programm abgerundet.

Die Region ist von Bikern noch nicht überlaufen so wie die Provence. Sie bietet aber ein ähnliches Landschaftsbild und ist eindeutig ein Alternative dazu.

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