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Slowenientour der Harley Crew 2016

Text: Harley

Fotos: Harley

Realisierung: Sven

 

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13.6.
Vorfreude geht anders, … Da hatte man sein Bike schon fast fertig gepackt und wollte sich auf die am nächsten Tag beginnende Slowenien Tour freuen, aber als man aus dem Fenster blickte, regnete es Bindfäden.
FranCa hatte sich gegen 14:00 noch telefonisch aus dem Siebengebirge gemeldet und hangelte sich anschließend zwischen diversen Regenfronten von Düsseldorf zu mir in den Taunus.
Abends wollten wir uns dann mit Grillgut und einem gepflegten Landbier motivieren . ;.)
..so war der Plan und bis dahin funktionierte auch alles.

14.6.
Der Blick aus dem Fenster beim Frühstück verhieß nichts Gutes. Watzel sollte so gegen 10:30 bei uns aufschlagen, kam aber ein ganzes Weilchen später, weil er erst mal einen ordentlichen Regenguss abwarten wollte, bevor er aufbrach. Da es immer noch ziemlich regnerisch war sind wir gleich in der Gummi-Montur gestartet. Knappe 65 km später haben wir dann am Rasthof Büttelborn, Jörg, meinen Kumpel aus dem Harley Chapter Wiesbaden aufgenommen. Ein Schauer zwang uns zu einer längeren Rauchpause. ?
Und dann klarte es tatsächlich ein wenig auf und wir konnten unseren Weg durch den Odenwald fortsetzen. Und auf den besonders schönen Kurvenstrecken durften wir uns sogar trockener Straßen erfreuen. An der Grillhütte, wo wir uns Pensionäre einige Tage vorher getroffen hatten, sind wir wieder zu einer Pause eingekehrt, denn der Kuchen dort ist einfach Spitze und ersetzte eine vollständige Mahlzeit.

 

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Und weiter gings bis zum Neckar und mit jedem Kilometer wurde es wieder nasser. Am Neckar war es dann so weit, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Bundestraße am Rand angehalten habe. Nichts ging mehr. Das Wasser stand 15cm hoch auf der Straße und der Regen war so dicht, dass man kaum noch den Straßenrand erkennen konnte. Sogar Kfz haben angehalten, weil sie nicht mehr fahren konnten. Und wie immer, typisch Murphys Law, kam natürlich weder eine Brücke noch eine andere Unterstellmöglichkeit als es so heftig schüttete.
Nach einigen Minuten als es unwesentlich besser wurde, haben wir dann nach wenigen Kilometern in Zwingenberg eine Bushaltestelle gefunden, wo wir uns eine Weile untergestellt haben. Kurz vorher habe ich dann spüren dürfen, wie kaltes Regenwasser über meine Brust lief, was mich eigentlich gewundert hat, da meine Regenjacke normalerweise dicht ist, aber nur, wie ich lernen durfte, wenn man beide Reißverschlüsse schließt.
Der Regen begleitete uns dann noch bis Stuttgart, wo uns Harleyyam bereits vor seiner Unterkunft erwartete. Kaum angekommen, hörte der Sch…regen auf und wir konnten noch auf dem Bürgersteig, kaum den Regenkombis entkommen, ein erstes Willkommensbier genießen.

 

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Den Abend verbrachten wir im Stammlokal von Harleyyam bei schwäbischen Spezialitäten wie Maultaschen in allen erdenklichen Variationen. Und das Bier war auch nicht schlecht. ?

15.6.
Der nächste Morgen zeigte sich schon wieder sehr feucht und wir haben uns dann durch den morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Sigmaringen gequält. Kalt war es ja nicht, aber Fahren im Regenkombi macht nicht wirklich viel Spaß.

Unterwegs fanden wir noch dieses zwar romantische aber nicht gerade preiswerte kleine Restaurant. Zum Glück kostete uns die Pause dort nix.

 

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Bei einem Supermarkt in Sigmaringen trafen wir dann Arwed und nun war die Harley Crew für diese Tour wieder komplett. Schnell noch etwas gemümmelt und schon gings weiter durch den Allgäu, immer schön auf kleineren Straßen und bei zunehmend besserem Wetter.
Und plötzlich hat meine E Glide angefangen, komische Geräusche von sich zu geben. Ein helles unangenehmes metallisches Klingeln, dass ich irgendwie dem linken Auspuff zuordnen konnte. Das hat mich ziemlich genervt und auch geärgert.
Am späten Nachmittag haben wir dann kurz hinter dem Fernpass unsere Unterkunft in der Nähe von Tarrenz erreicht. Die Freude über das Abschluss unserer ersten gemeinsamen Etappe wurde nur dadurch etwas getrübt, dass es in der Pension und auch nicht in direkter Nähe, weder etwas zu essen, noch, was viel schlimmer war, auch kein Bier gab und so was ist nur sehr schwer zu ertragen. Also, schnell die Zimmer bezogen und dann wieder ab auf die Bikes und nach Tarrenz gefahren, wo wir kurzerhand eine kleine Pizzeria besetzt haben, wo wir für kleines Geld wirklich hervorragend verköstigt wurden. In der neben der Pizzeria gelegenen Tankstelle haben wir dann ausreichend Gerstensaft gekauft und diesen dann vor der Pension vernichtet.
Da mich das Klingeln am Auspuff immer noch genervt hat, habe ich kurzerhand den linken Koffer abgebaut und mir die Halterung des Auspuffs angesehen. Wie Harleyyam folgerichtig festgestellt hat, war die Gummidichtung nach 13 Jahren nicht mehr so richtig dicht und der Auspuff hatte irgendwie Kontakt zur Halterung. Ich bin nun wahrlich kein Schrauber, aber nachdem ich eine 20 Cent Münze in Dichtung geklemmt habe, war das Klingeln weg. Man muss sich halt nur zu helfen wissen. ?

 

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In einer Mischung aus Holzschuppen und ziemlich altem Pavillion haben wir uns dann köstlich amüsiert. Watzel versorgte uns mit klassischem Rock aus einem Handy und wir haben viel gelacht.

 

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16.8.
Die Sonne weckte uns,

 

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besser kann ein Tag kaum beginnen. Zunächst traf man sich auf dem gemeinsamen Balkon und erörtere, wer in dieser Nacht am Lautesten geschnarcht hat. Die Meinungen gingen da ganz schön auseinander. Dazu konnte ich mich aber leider nicht äußern, denn wegen meiner Stopfen im Ohr habe ich weder mich noch andere gehört. *lol
Nach einem ausgiebigen und gutem Frühstück machten wir uns auf den Weg und von da an haben wir uns fast nur noch durch Kurven auf und ab über viel Pässe bewegt. Hochgurgel, Timmelsjoch und einige mehr. Aber eines hatten fast alle gemeinsam. Waren die Straßen in den Tälern trocken, so befanden sich fast alle Passhöhen in dichten Wolken. Es ist schon ein Erlebnis, wenn man z.B. auf dem Timmelsjoch aus der Wolkendecke herausfährt und plötzlich eine wunderschöne Fernsicht hat.

 

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Am Timmelsjoch haben wir noch dieses feine Teil entdeckt. Hätte ich gerne mitgenommen.

 

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Über das Penser Joch sind wir weiter in Richtung Bozen und kurz vor Bozen haben wir uns dann auf allerkleinsten, teil einspurigen Straßen nach Klausen durchgekämpft, wo wir im Sylvaner Hof abgestiegen sind.

 

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Mittlerweile ist es echt heiß geworden und ich kann mich daran erinnern, dass einer von uns noch beim Einparken vor dem Hotel lauthals verkündet hatte, dass er total unterhopft sei und sofort ein Bier brauche. War in Ordnung, zumal er auch gleich einen Tisch auf der Terrasse für uns in Beschlag genommen und eine erste Runde bestellt hatte. Mann, was war das schön.
Das Essen war gut und der Abend wurde vor dem Fernseher mit einem Spiel der Fussball EM verbracht.

 

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17.6.
In der Nacht hat es dann ein wenig abgekühlt und …. natürlich wieder geregnet und der Regen war immer noch da, als wir aufbrechen wollten. Also, Regenkombis und los. Aber vorher irrte noch einer von uns über den Platz und suchte seinen Helm und Nierengurt. Unser „Unterhopfter“ hatte vor lauter Durst vergessen, seinen Helm und Nierengurt mit ins Zimmer zu nehmen. Pech, … jetzt waren sie nass. ;-))

 

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Der Regen hat zum Glück nur noch wenige Minuten ausgehalten und wir sind so schnell wie möglich wieder aus den Klamotten raus.
Wir kamen an einem Denkmal vorbei, dass wirklich den Kastelruther Spatzen gewidmet war. Von dort aus gings weiter nach Cortina d’Ampezzo und Tolmezzo.

 

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Wir waren tatsächlich in der Area 51, haben aber keine Außerirdischen gesehen.

 

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Von da aus haben wir uns nach Süden Richtung Adria orientiert. Für einen 5 Minuten Regenschauer, der schlimmer aussah, als er tatsächlich war, haben wir uns nochmal in die Regenklamotten reingequählt, nur um uns 15 Minuten später wieder raus zu schälen.
Im Bereich von Triest haben wir dann einige Flüchtlingsunterkünfte gesehen, u.a. eine umgewidmete JVA. War irgendwie komisch in Norditalien das Gefühl zu haben in einer nordafrikanischen Enklave zu sein.

Den Grenzübergang zu Slowenien haben wir nicht mitbekommen. Nur an den Ortsbezeichnungen und den Verkehrszeichen haben wir dann bemerkt, dass wir nun in Slowenien waren. Und da die Küstenlinie von Slowenien nur geschätzte 30 km hat, waren wir natürlich relativ schnell in Portoroz in unserem Ferienhaus.

 

Portoroz

ist der einzige bekannte slowenische Touristenort an der Adria und besteht eigentlich nur aus einer schönen Promenade.

 

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Mit knapp 3000 Einwohnern ist er auch nicht besonders groß. Und jetzt stelle man sich mal vor, dass dieser kleine Ort von Horden von Harley Fahrern heimgesucht wird.

…und wir waren dabei.

Unser Gästehaus lag ca. 2 km vom Eventgelände, d.h. der Promenade entfernt. Auf dem Weg dahin noch schnell günstig slowenischen Sprit gekauft, d.h. Benzin und Lasko, das örtliche Bier. So ausgerüstet verlief das Verteilen und Beziehen der Zimmer ganz entspannt.

 

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Gegen 20:00 hat sich Marjan, der rüstige 70jährige Betreiber des Ferienhauses angeboten, uns in 2 Fuhren mit seinem Privatwagen zum Eventgelände zu fahren, denn nach einigen Bierchen war ans Motorradfahren nicht mehr wirklich zu denken.

 

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Was für ein Unterschied zu St. Tropez im vergangenen Jahr. Die Veranstaltung in Portoroz war wesentlich günstiger, d.h. ohne Eintritt und ein großes Bier kostete lediglich 3,20 – 3,50 € und nicht 7,-. € wie in St. Tropez.

 

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Also blieben wir gleich am ersten Bierstand, direkt neben der Stelle wo wir von Marjan abgesetzt wurden und löschten erst mal den Durst, der uns spontan überkam. Ich schätze mal, dass an diesem Abend minderstens 3x so viele Harleyfahrer dort waren, wie Portoroz Einwohner hat. Und so war es auch kein Wunder, dass wir unsere 2. Fuhre, bestehend aus FranCa und Arwed verpasst haben.

 

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So eine überlaufene Promenade habe ich noch nicht erlebt und es zeigte sich, dass die Veranstalter wohl auch nicht mit so einem Ansturm gerechnet haben. Wir sind an diesem Abend noch ein Weilchen über die Promenade geschlendert, haben noch etwas gegessen und wurden absprachegmäß gegen 23:00 Uhr von Marjan am vereinbarten Ort wieder abgeholt.

Nach der Anreise waren wir ganz schön müde, oder lags doch am Lasko?

18.6.
Glücklicherweise gab es ca. 500 Meter entfernt von unserem Ferienhaus zwei Supermärkte, wo erst mal ausreichend für Frühstück und spätere Frühschoppen eingekauft wurde.

Auf der Terrasse des Ferienhauses konnte man schön entspannen und vom Tisch aus, Aprikosen und Weintrauben pflücken.

 

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Der Vormittag wurde sogleich für die Pflege der Bikes genutzt, nachdem Harleyyam den Anfang gemacht hatte.

 

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Dabei musste er feststellen, dass die Halterungsschraube für seinen Gepäckträger gebrochen war, was er aber mit Bordmitteln und der Hilfe aus Beständen von Marjan schnell beheben konnte.
Das und das mittlerweile behobene Klingeln meines Auspuffs waren unsere einzigen technischen Probleme, die wir auf der gesamten Tour hatten. Damit konnten wir leben.

 

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Am Nachmittag sind dann einige von uns über das Eventgelände spaziert und andere haben eine kleine Tour durchs Umland inklusive einem Abstecher nach Kroatien unternommen. Eigentlich wollte ich mir ja wenigstens einen Patch der Veranstaltung mitnehmen, wurde am HOG Stand aber darüber informiert, dass Event Pins und Patches bereits am ersten Tag ausverkauft waren. Event-Shirts gabs auch nur noch für Zwerge und Riesen.

Nachfolgend einige Impressionen zu dem Festival.
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schöne Geräte

 

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Am späten Nachmittag, als sich alle wieder am Ferienhaus eingefunden hatten, wurde ein Grillabend vorbereitet. Wir durften den Gasgrill von Marjan nutzen und haben dort sehr feudal gespeist, von Rumpsteaks über Würtschen und einer speziellen slowenischen Art von mit Käse gefüllten Frikadellen.

 

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19.6.
Der Sonntag wurde mit dem obligatorischen gemeinsamen Frühstück begonnen. Und kurz danach sind Arwed, FranCa und Watzel zu einer Tour durch Slowenien aufgebrochen. Jörg wollte etwas relaxen. Harleyyam und ich sind dann nochmal zum Eventgelände gefahren und mussten feststellen, dass bereits gegen Mittag mit dem Abbau sämtlicher Stände begonnen wurde. Da das nicht besonders spannend war, sind wir einfach etwas weitergefahren um das kleine Hafenörtchen Pinar zu besuchen, das etwas nördlich von Portoroz liegt. Das Zentrum des Ortes war für Kfz gesperrt, nicht aber für Harleys.

 

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Harleyyam und ich sind durch den Ort spaziert, haben auf einem ganz kleinen Platz im Schatten Pause gemacht. Dort gab es mit Käse überbackene Muscheln von denen Harleyyam ganz hin und weg war.

 

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Von der Stadtmauer von Pinar konnte man bis nach Triest sehen, keine 30 km entfernt.

 

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hilfsbereit, wie er nun mal ist ?

 

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Und weil es so schön war, wurde am Abend wieder auf der Terrasse des Ferienhauses gegrillt.
Wir haben uns wieder gewundert, wie schnell so ein schönes Wochenende vergehen kann.

 

20.6.

Frühstücken, packen und los gings auf den Heimweg. Am Horizont zeigten sich zwar ein paar dunkle Regenwolken, aber optimistisch wie wir waren, sind wir ohne Regensachen losgefahren, was sich auch als richtig erweisen sollte.
In Slowenien gibt es abseits der Autobahnen ein paar richtig schöne und zum Glück auch nur schwach befahrene Strecken. An Nova Gorica vorbei wollten wir dem Flusslauf des Isonzo nach Norden folgen, haben aber zunächst einen Abstecher nach Sveta Gora gemacht. Das ist eine Kirche auf einer Bergspitze nördlich von Nova Gorica, die über viele Serpentinen, die gleichzeitig als Kreuzweg genutzt werden, zu erreichen ist. Und die Aussicht von da oben ist einfach nur atemberaubend, falls man nicht grade zu viel raucht. ?

 

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Über Kanal und Tolmin fuhren wir weiter zum Lago de Predil, wo wir wieder für wenige Kilometer in Italien waren, um gleich darauf nach Österreich rein zu rollen. Die Straßen wurden gleich wieder besser und wir kamen zügiger voran. Zunächst gab es aber erst mal was gegen den kleinen Hunger, das allseits bekannte slowenische Nationalgericht, leider nur mit alkoholfreiem Bier.

 

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Durch das Gailtal und das Glitschtal erreichten wir schließlich Weißbriach, wo wir im JuFa Hotel angemeldet waren. Dabei handelte es sich um ein recht neues Hotel speziell für junge Familien, welches zum Glück nicht voll belegt war. Neben wenigen Familien war lediglich noch eine Schulklasse aus Österreich dort und es war sehr interessant, zu hören, wie die dortigen Lehrer mit ihren Schülern umgehen. Da wurde echt Tacheles geredet.

 

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Hat uns aber nicht weiter gestört. FranCa machte sich überglücklich zu einem entspannten Berglauf auf, während wir auch überglücklich den Biergarten auf der Alm genossen.

 

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Die Bedienung meinte zwar, dass die Bar um 22:00 geschlossen würde, hat aber dennoch fleißig bis kurz vor Mitternacht ausgeschenkt. Lag bestimmt an dem alten Fuchs Arwed, der nett mit ihr geflunkert hat.

21.6.

Es war eine entspannte Tour bei bestem Wetter. Durchs wunderschöne Drautal sind wir weiter in Richtung Norden gefahren und haben schließlich einen Abstecher zum Achensee gemacht, den ich bis dahin nicht kannte. Ein sehr schön gelegener See, an dem eine gut ausgebaute Uferstraße entlang führt.

 

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Noch schnell in Österreich getankt, etwas getrunken und die Karten studiert. Bevor wir wieder losfahren konnten hat uns noch ein junges Mädchen um ein Foto mit uns gebeten. Ihr Vater würde auch Harley fahren und sie würde sich deswegen über ein gemeinsames Foto freuen. Wer wären wir denn, wenn wir diesen Wunsch abschlagen würden.

 

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In der Nähe vom Tegernsee sollte das Berghotel Sutten liegen. Wir bollerten gemütlich am Tegernsee entlang und so langsam ging es wieder bergauf und genau so langsam begann ich an „Steffi“, meinem Navi zu zweifeln. Führte es uns zunächst noch über eine Mautsraße, gings dann immer weiter bergauf über eine schmale und kurvenreiche, noch dazu schlechte Straße. Und kurz bevor ich drauf und dran war umzukehren und von einem Fehler im Navi auszugehen, erreichten wir an der Talstation einer Seilbahn das absolut abgelegene Berghotel.

 

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Die Terrasse bot einen wunderschönen Blick ins Tal, mein Lieblingsweizen „Hopf“ gabs dort auch, was will man mehr. Und ruhig war es auch dort, zumindest bis wieder Fußball im TV lief.

Zwischenzeitlich kam noch „hubs“ vorbei, ebenfalls aus dem Forum, mit dem ich vor 41 Jahren gemeinsam beim BGS angefangen hatte. Er kam aus Rosenheim mal schnell mit seiner Triumph vorbei.

 

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Ganz schön hochbeinig, das Ding. Nix für meine kurzen Beine.

 

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Und dort gab es dann auch noch eine uralte hölzerne Kegelbahn. So etwas habe ich zum letzten Mal vor 50 Jahren im bayrischen Wald gesehen.

 

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Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Abend in dem Berghotel und die Knödel waren einfach unvergesslich.

22.6.

Komisch, dass das Wetter gegen Ende unserer Tour immer besser wurde. So dauerte es nicht lange am nächsten Morgen, dass diverse Anzugserleichterungen angesagt waren.
Südlich am Starnberger und Ammersee vorbei ging es über Buchlohe und Illertissen nach Blaubeuren.

 

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Und irgendwie hatten wir das Gefühl, dass die Zeit auf dieser Tagestour viel schneller verging. Vielleicht weil es auch immer wärmer wurde oder vielleicht auch weil wir möglicherweise auch etwas zügiger unterwegs waren. Unterwegs haben wir uns auch einmal kurz verfahren, was dazu führte, dass wir Arwed verloren haben. Dieser ist dann direkt heimgefahren, nicht zuletzt aus ein wenig Zeitdruck wegen privater Termine. Schade nur, dass wir uns nicht voneinander verabschieden konnten, aber das werden wir spätestens bei meiner nächsten „Garagen-Fete“ nachholen. ?
Nach einigen kurzen Pausen zum Auffüllen unseres Flüssigkeitshaushaltes erreichten wir dann gegen 17:00 Uhr den Marienplatz in Stuttgart, wo schon ein Tisch im Schatten auf uns wartete. Die Wirtin hat sofort erkannt, dass einige von uns Unterhopft waren und hat für schnellen Getränkeservice und anschließend für ein gutes Essen gesorgt.

 

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In der Unterkunft, die uns Harleyyam besorgt hatte, wartete schon ein Kistchen mit köstlichem Nass und wir haben den Abend mit einer Nachbereitung zu einer gelungenen und fein von Harleyyam geplanten Tour (dafür besten Dank) abgeschlossen und obwohl Harleyyam am nächsten Morgen recht früh zum Dienst musste, saßen wir wieder mal recht lange zusammen.

23.6.

Beim Frühstück in einer in der Nähe gelegenen Bäckerei trafen sich nur noch Watzel, Jörg und ich, weil FranCa schon sehr früh aufgebrochen ist um der größten Hitze zu entgehen. Schließlich hatte er auch den weitesten Weg von uns. Weil auch ich wegen einer recht knappen Urlaubsplanung wieder schnell heim musste, haben wir tatsächlich von Stuttgart aus die BAB genutzt und im Berufsverkehr Jörg aus den Augen verloren. Dieser ist dann über Karlsruhe heimgefahren, während wir über die Heilbronner Strecke gedüst sind.
Letztendlich waren aber alle wieder gegen 14:00 Uhr nach vielen schönen gemeinsamen Kilometern zuhause angekommen.

Und das war die diesjährige Harley – Crew:

 

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Harleyam

 

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Arwed

 

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Jörg

 

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Watzel

 

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FranCa

 

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Harley

 

Bei so einem Bericht kann man leider nicht alle Bilder unterbringen, daher werde ich demnächst noch wahllos einige Bilder unserer Tour nachreichen. Vielleicht hat ja sonst noch einer eigene Bilder zum Einstellen.
Und nach dem Motto: Nach der Tour ist vor der Tour gehen derzeit schon die Überlegungen für ein Ziel in 2017 los. Das werden wir aber erst im November festlegen.
Ganz nach unserem Forumsleitsatz: Ride with friends

Grüsse
Harley

 

 

 

 

 

 

 

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