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Die Kurvenräuber in Südtirol

Text: Varajo

Fotos: Varajo

Realisierung: Sven

 

Aus den beiden Gruppen „The Seven“ und „Die acht Kärntenbiker“ wurde über das Winterhalbjahr „Die Kurvenräuber“.
Und diese „Kurvenräuber“ waren Anfang Juni in Südtirol unterwegs. Leider stand diese Ausfahrt von vorne herein nicht unter einem allzu guten Stern.
Zwei Teilnehmer mussten relativ kurzfristig krankheitsbedingt absagen.
So ergab sich aber die Möglichkeit für zwei weitere Forumsmitglieder an der Ausfahrt teilzunehmen.

Aus organisatorischen Gründen fuhren ERich, Kaidabei und Varajo bereits am Freitag nach Lana und Kurvenschleicher kam am Sonntag mit AGu, Motman und den beiden Newbies ktl.berlin und xt1200z nach. Transe fuhr aus der Nähe von Bonn aus direkt an und Udo52 war zu einem Zwangsaufenthalt in Stuttgart gezwungen. Brach ihm doch am Samstagnachmittag in Würzburg tatsächlich die Befestigungsschraube seines Schalthebels und die Reparatur konnte erst am Montag in Stuttgart durchgeführt werden.

Solange wir am Sonntagnachmittag bei mittelstarkem Regen auf die Ankunft der Gruppe warteten, kam Sunshine in den Hof gefahren und stieg mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Motorrad. Er kam aus Udine über den Passo di San Boldo nach Lana. Kurz vor dem Passo di San Boldo rutschte ihm seine Gold Wing im Kreisverkehr unter dem Hintern weg und er lag zumindest mit dem linken Bein darunter. Dabei zog er sich, wie sich dann zu Hause beim MRT später herausstellte, doch eine größere Verletzung zu mit der er allerdings dann am Sonntag weiter nach Hause fuhr. Ein echter Owerhartriggl!!!

 

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Montag und Dienstag waren dann gleich als Ruhetage abzuhaken da es anhaltend regnete. Erst am Dienstagnachmittag wagten dann doch der ein oder andere eine kleine Ausfahrt nach Bozen oder doch noch etwas weiter. Auch die obligatorische Weinprobe konnte dann im Laufe des Nachmittags abgehalten werden.
Dabei traf es dann noch Kurvenschleicher, als er bei der Fahrt durch die Weinberge hinter mir anhalten musste und mit dem rechten Bein neben dem Fahrbahnbelag ins Erdreich kam um sich abzustützen. Da dies jedoch durch die zuvor anhaltenden Regenfälle total aufgeweicht war gab es so weit nach, so dass Kurvi einfach keinen Halt fand und sein rechtes Bein derart überdehnte, dass ihm ein starker stechender Schmerz durch das Bein fuhr. Deshalb kippte er mit dem Motorrad ins weiche Erdreich. Schaden am Motorrad zum Glück keiner – aber Motorradfahren zumindest am folgenden Tag unmöglich.

Am Mittwoch führten wir dann bei bestem Motorradwetter unsere erste größere Tour durch. Über die SS12 ging es bis nach Calliano und von dort aus zum Fort Belvedere, das wir dann zum Teil kurz besichtigten.

 

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Weiter über die Kaiserjägerstraße nach Levico Terme und Telve zum Passo Manghen. Von dort ging es dann über Molina durch das Cembra Tal nach Lavis und von dort aus wieder über die SS12 zurück.

 

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Am Donnerstag hieß es dann für die eine Hälfte der Gruppe mit Varajo auf zum Stilfser Joch und von dort aus über Bormio zum Passo Gavia. Weiter ging es über den Passo Tonale nach Fondo und von dort aus über den Gampenpaß nach Lana.
Bei der Auffahrt zum Passo Stelvio erwischte es dann auch noch Varajo in Kehre 20. Einmal die Blickführung nicht richtig angewandt und die Kurve bequem außen angefahren kam ihm ein Pkw ins Gehege und seine Tenne legte sich im Stand bei gezogener Bremse auf die rechte Seite. Beim Aufrichten der Tenne zog er sich dann im rechten Arm ein gehörige Zerrung zu, so dass es für ihn am nächsten Tag auch hieß: Zwangspause!
Die zweite Hälfte der Gruppe fuhr mit ERich eine Zehnpässetour über Niger, Karer, Fedaia, Staulanza, Duran, Cereda, Rolle, di Valles, San Pellegrino und di Lavaze. Zum Glück ohne weitere Ausfälle.

Am Freitag war dann eine Runde „um’s Haus“ dran. Über Mölten ging es nach Meran und weiter durch das Passeier Tal nach St.Leonhardt und über den Jaufenpaß nach Sterzing. Über das Penser Joch zurück nach Bozen und von dort aus nach Eppan, hoch über den Mendelpaß zum Penegal und weiter über Fondo und Gampenpaß wieder zurück nach Lana.

Am Samstag stand dann die Rückfahrt nach Hause an. Trocken ging es hoch zum Reschenpaß. Dort galt es bei 5 Grad erst noch einmal etwas warmes darunter anzuziehen.
Bei strömendem Regen war die Abfahrt nach Landeck über den Hochfinstermünz bei diesen Temperaturen nicht so toll.
Über den Fernpaß ließ der Regen dann etwas nach um uns dann bei Kempten nochmals voll zu erwischen. Mit 60 km/h ging es bei einsetzendem Hagel über die Autobahn bis Memmingen. Ab dort war es dann wieder trocken und wir konnten beim Rasthof Illertal die Gruppe dann doch noch ohne Regen auflösen.

Trotz der geschilderten widrigen Umstände und Vorkommnisse war es wieder einmal eine gelungene Ausfahrt und alle Teilnehmer waren sich einig:
Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: „Ride with Friend’s“ mit den „Kurvenräuber“ in Kärnten.

 

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