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Black forest – Ein Urlaubstagebuch-

Text: Sven

Fotos: tomx + Sven

Realisierung: Sven

 

12.06.15

Heute soll es nun erstmals mit dem Motorrad in Richtung Schwarzwald gehen.
Bei einer Zwischenübernachtung in Brühl treffen wir auf unsere Freunde Tina und Tom, mit denen wir dann am 13., nach dem Frühstück, in den Schwarzwald weiterfahren werden.

Seit ein paar Tagen ist es hier im Norden sonnig und der Sommer scheint im Norden angekommen zu sein.
Schaue ich auf die Wettervorhersage für den Schwarzwald, dann scheinen wir wieder in den Herbst zu fahren.
Niedrigere Temperaturen und teilweise sehr hohe „Luftfeuchtigkeit“, aber wir warten ab und werden das Beste daraus machen.

Das Auto ist, bis auf ein paar Kleinigkeiten, gepackt und das Motorrad auf dem Anhänger geschnallt. Es kann losgehen!

 

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Unterwegs hören wir vom Verkehrsfunk, dass es kurz vor Hamburg einen Verkehrsunfall gegeben hat und die Autobahn komplett gesperrt ist.
Na toll, geht ja gut los und schon sehe ich das Stauende.
Ich halte Abstand und schalte das Warnblinklicht ein. Da das Stauende in einer leichten Rechtskurve liegt, ist es gefährlich. Schon rauscht ein Kleinbus heran und macht eine Notbremsung. Gut gegangen, aber dann kommt ein LKW-Gespann und die Reifendes Aufliegers blockieren, es qualmt blau! Oha, schnell weg und direkt neben uns die Abfahrt nutzen.
Gut dass wir die nehmen, denn wir verlieren eine Stunde auf der Landstraße, gewinnen aber zwei Stunden. Wartezeit auf der gesperrten Autobahn laut Radio: 3 Stunden.

Es wird heiß, die höchste angezeigt Temperatur: 34,5 Grad.
Hier waren wir kurz davor:

 

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Nach 9 Stunden Fahrt wurden wir im Hotel mit den Worten empfangen: „Sie haben gebucht? Haben Sie eine Reservierungsbestätigung?“
Es waren nach 27 Zimmer frei! Brühler Hof, nie wieder! Die wollen keine Gäste haben!

Am Abend besuchten wir mit Tina und Tom einen der besten Italiener, wo wir bis jetzt essen waren: „la Dolche Vita“ in Schwetzingen.

 

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13.06.15

Heute nur noch 225 Kilometer bis zum Ziel im Schwarzwald.
Tina fährt mit dem Auto, Tom mit dem Motorrad.
Zur Mittagszeit erreichen wir das Gasthaus Zum Löwen in Titsee-Neustadt.
Das Gasthaus ist schön gelegen und wir werden freundlich empfangen. Herr Straub erklärt uns, dass wir eine Nacht, wegen eines Buchungsfehlers, in anderen Zimmern untergebracht sind, als die, die wir vorgebucht haben. Egal!

Tom und ich drehen gleich nach der Ankunft die erste kurze Runde, auf der diese Bilder entstanden:

 

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Tom kränkeln ein wenig. Magen-Darmtrakt ist nicht ok, so dass wir nach dem leckeren Essen früh Schluss machen.

 

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14.06.15

Gut ausgeschlafen trafen wir uns um 08.00 Uhr zum Früstück.
Ein sehr gutes Frühstücksbuffet erwartete uns und alle wurden genussvoll satt.

 

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Die Sonne strahlt vom Himmel und beim Sägewerk nebenan klappert die Mühle.

 

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Die Wetterapp sagt bis 14.00 Uhr gutes Wetter voraus, also satteln wir die Bikes und schon geht es los.
Auf zum Feldberg, dem höchsten Punkt des Schwarzwaldes.

 

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Weiter geht es und bei einer Kaffeepause entstanden dieses Bild.

 

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Im Schwarzwald kannst du fahren wie du willst und findest immer schöne Kurven und Kehren.
13.00 Uhr…auf die Wetterapp ist kein Verlass. Es beginnt zu regnen und nicht wenig!
Wir fahren in Richtung Unterkunft und bekommen eine erfrischende Dusche.
Dann ist es im nächsten Tal wieder trocken und die Klamotten werden trockengefönt.
Im Trockenen kommen wir im Gasthaus zum Löwen an und es gibt Kaffee, Grünen Tee und eine Hefehopfenkaltschale.

 

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15.06.15

Es regnet, wie es die Vorhersage auch angekündigt hatte.
Plan für heute: Shopping in Freiburg. Was bin ich begeistert Erschrocken
Nach dem ersten Bekleidungsfachgeschäft schauen wir uns den Marktplatz mit dem Münster an.
Schade, dass einiges vom Münster mit Baugerüsten verkleidet ist. Ist aber schon eine imposante Kirche!

 

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Um die Mittagszeit gingen wir, nach dem gefühlten 10ten Bekleidungsfachgeschäft, ins Feierling, eine Brauerei mit naturtrüben Bier.

 

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Auf dem Rückweg zum Parkhaus bemerkte Tom, dass er seine Bauchtasche mit allem Wichtigen im Feierling hängen lassen hatte.
Jetzt konnte man mal sehen, wie schnell ein 52jähriger noch laufen kann. Die Tasche war noch da, weil Tom so schnell war top
Von Freiburg fuhren wir dann nach Titisee, eine kitschige Ortschaft, scheinbar für Asiaten, am gleichnamigen See, wo dieses Kleingruppenbild entstand:

 

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Wir hatten uns ein Kniffelspiel mit Zubehör gekauft.
Nach dem Abendessen saßen wir auf dem Balkon und bei jedem geworfenen Kniffel gab es einen Obstler. Alle sind gut ins Bett gekommen.

16.06.15

Der Himmel ist bedeckt, hält aber in Titisee-Neustadt dicht.
So fahren wir heute in Richtung Frankreich/Vogesen.
Nervig ist der ewige Stau in Freiburg. Als wir durch waren, fahren wir durch Weinberge.

 

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Der Rhein stellt die Grenze dar.
Sofort bemerkt man anhand der Häuser, dass wir in Frankreich sind. Alles etwas liebloser und schmutziger.
Wir fahren rauf zum Großen Bellchen auch Grande Ballon genannt. Und es geht lange lange bergauf, viele Kurven und Kehren!
Oben angekommen versperren uns dicke Wolken eine wohl grandiose Aussicht. Schade!
Nach einem Flammkuchen und Nudeln mit Käse/Blaubeerkuchen fängt es an zu regnen.

 

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So sehen Vegies nach dem Essen aus (es war Blaubeerkuchen nach den Nudeln bigsmile ):

 

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Schwierigstes fahren bergab, da wir in den Wolken (Nebel) festhängen.
Wir fahren noch einmal zum Col de la Schlucht:

 

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Unseren Ausgangspunkt erreichen wir nach schönen, aber auch anstrengenden 288 Tageskilometern.

17.06.15

Der Wetterbericht verspricht gutes Wetter ohne Regen.
Nach dem Frühstück schlüpfen wir in die Motorradklamotten und freuen uns auf den Schwarzwald.
Zunächst fahren wir zur Hexenlochmühle. Dort hat 1957 schon Heinz Erhard den Film „Der letzte Fußgänger“ gedreht. Liegt auch total idyllisch!

 

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Danach geht es auf einer sehr schmalen Straße, an einem sprudelnden Bach entlang. Es ist schon fast kitschig schön!

 

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Zur Mittagszeit suchen wir einen abgelegenen Bauernhof, den Hanselehof mit Bewirtung, auf.
Es gibt für uns eine Vesperplatte vom Feinsten mit Wurst aus eigener Herstellung.

 

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Am Ende des Tages, nach 250 Kilometern, wartet die B500 auf uns. Eine geniale Straße mit vielen weiten Kurven, die zum Schwingen einladen.
Und wieder geht ein sehr schöner Tag zu Ende und wir fallen müde, aber erholt ins Bett.

18.06.15

Eine Seefahrt die ist lustig. Daher machten wir auf dem Titisee eine 25minütige Rundfahrt und sahen das Ufer von einer anderen Seite, nämlich der Seeseite Wink

 

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Als wir von Bord gingen, begann es zu regnen, daher hatten Tina, Tom, Petra und ich uns vorgenommen der Firma Touratech, ein Ausstatter für Reiseenduros, einen Besuch abzustatten. Es gab dort schon viel Interessantes zu sehen und allein der Geldmangel und die Vernunft bewahrte uns vor einer Kaufentscheidung.

 

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Anschließend machten wir uns auf zum Rheinfall nach Schaffhausen, brachen aber vor der Schweizer Grenze unser Vorhaben ab, da ich meinen Ausweis im Hotel liegen lassen hatte.
Jetzt, vor dem Abendessen, ist etwas Ruhe angesagt und nachher werden wir noch eine Runde Kniffeln.
Morgen, unser letzter Tag zum Motorradfahren im Schwarzwald, geht es dann wieder „rund“.

19.06.15

Heute wird leider der letzte Motorradtag für uns im Schwarzwald.
Überall in Deutschland regnet es, nur nicht im Schwarzwald. Wenn das kein Zeichen ist!
Zunächst fahren wir zum Schluchsee, einem Stausee, der größer als der Titisee ist. Er ist aber touristisch so gut wie nicht erschlossen.

 

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Hier hatte Tina den A-HA- Effekt:

 

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Unterwegs standen Möbel von Riesen in der Landschaft herum und Petra musste dringend mal auf den Pott Laughing

 

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Freitags darf man, also machen wir es und fahren die am WE für Motorradfahrer gesperrte Strecke „Schau ins Land“.
Besser geht es wohl kaum wie da der Asphalt an den Berg geklebt wurde.
Zur Mittagszeit gibt es kleinere Leckereien:

 

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Petra und ich würden gerne noch eine Woche dranhängen.
Der Schwarzwald hat uns begeistert und wir kommen garantiert wieder!

20.06.15

Nach einem guten Frühstück hieß es Abschied nehmen vom Gasthof zum Löwen und auch von Tina und Tom.
Petra und ich machten uns mit unserem Gespann bei 8,5 Grad (wir erinnern uns: Hinweg 34,5 Grad!) auf den Weg nach Hause.
Die Autobahn war voll und auch zwei kleine Staus galt es zu überstehen.
Wie geplant fuhren wir in Moringen die Pension Papiermühle an, wo wir gegen 16.00 Uhr eintrafen.
Ein 270 Jahre altes Haus mit viel Charme.
Nachher fahren wir noch nach Rhodos, einem griechischen Restaurant im Ort (hat sich nicht gelohnt!).
Morgen nehmen wir die restlichen Kilometer auf der Landstraße unter die Räder, weil die komplette Autobahn bei Hamburg gesperrt ist.

Das war unser sehr schöner Motorradurlaub im Schwarzwald!

 

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Am Ende noch ein kleiner Film über unsere Unterkunft:

 

 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=-stS6OtJYcY?rel=0]

 

 

 

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