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Die Englandstory

Text: tomx

Fotos: Winger, tomx

Realisierung: Sven

Die Englandstory

Oder: wie vier Festländer den Briten schönes Wetter brachten…

 

Vor langer, langer Zeit.

In Sachsen pflückten sich die jungen Männer noch ihre Weiber von den Bäumen, im Schwabenland ritt man noch auf Dinosauriern, in Hessen konnte man noch das Wort Aschenbecher für jeden verständlich aussprechen – zu dieser Zeit verkündete ein englischer Monarch seinem Volke:
„Lasset uns zwischen den Franzosen und unserem schönen Land einen Graben ziehen, so dass keiner mehr meine Ruhe störe. Lasset uns ein Spiel erfinden, bei dem jeweils 11 Mannen sich gegenüberstehen und um einen kleinen Ball kämpfen,
lasset uns winzige, verwinkelte Straßen bauen, auf denen sich Reiter auf ihren motorisierten Pferden wohlfühlen, lasset uns den Linksverkehr einführen, so dass kein Fremder in unserem Land jemals ans Ziel kommt und lasset uns große Ohren wachsen, so dass wir schon von weitem die Feinde hören.
Und damit keiner auf die Idee komme, uns trotz des Grabens besuchen zu wollen, lasset uns als Abschreckung das Bier wärmen und es soll ständig regnen über meinem Königreiche.“

 

Jahrhunderte später in der heutigen Zeit:

Kerstin, Tina, Winger und ich ließen uns von solchen Drohungen nicht abschrecken und machten sich auf den Weg, England (wenn auch erstmal nur den Süden) zu erforschen. Diverse gutgemeinte Warnungen (z. B. ihr werdet im Regen ertrinken, ihr werdet euch im Kreisverkehr verfahren, ihr werdet verhungern und mehr als drei Tage lauwarmes Bier tötet jeden Organismus) wurden von uns leichtsinnig ignoriert.

 

Die Planung:

Ende Juni/Anfang Juli sollte es sein. Da ist das Wetter womöglich einigermaßen stabil und die große Urlaubswelle hat die Insel noch nicht erfasst. Problem: die Fußball-Weltmeisterschaft. Was ist, wenn wir gegen England spielen sollten? Die Insulaner würden uns lynchen, die Motorräder die Klippen hinunterstürzen. Aber, wie wir jetzt alle wissen, war unsere Befürchtung unbegründet. England blieb seiner nach 1966 eingeschlagenen Linie treu und versagte schon früh im Turnier…

Wir wollten keine Tour von Pension zu Pension machen und dennoch einiges sehen. Deshalb planten wir vier Übernachten im Südwesten und vier Übernachtungen im Südosten (zusätzlich jeweils eine Übernachtung vor und nach dem Englandtrip auf dem Festland).
Die jeweiligen Touren wurden aufgrund diverser Erfahrungsberichte (auch hier im Forum) geplant und über „MotoPlaner“ auf die beiden Garmin-Navis überspielt.
Sollte es wirklich zu den befürchteten Regenfällen kommen, so wurde sogar angedacht, sich einen Mietwagen zu leihen und die Motorräder einfach vor der Unterkunft stehen zu lassen.
Für die Überfahrt auf die Insel wählten wir die Fähre von Dünkirchen nach Dover (und umgekehrt). Zusätzlich gönnten wir uns den kleinen Luxus einer 1. Klasse-Überfahrt. Die ist nicht teuer – 12.- € pro Nase – hat aber folgende Vorteile:
Eigener, sehr ruhiger Bereich (auf der Fähre gehts nämlich recht hektisch und laut zu), Kaffee, Tee, Softdrinks und Snacks kostenlos. Und: als erster auf die Fähre, als erster von der Fähre.

 

Die Unterkünfte:

Alle Unterkünfte planten wir über „booking.com“. Das ging schnell und problemlos und hatte zudem den Vorteil, dass man recht kurzfristig (bis 1 – 2 Wochen vor Urlaubsantritt) kostenfrei stonieren hätte können. Zudem gab es teilweise recht gute Vergünstigungen.

Hotel Welcome in Dünkirchen:
Ganz okay für eine Nacht. Nichts Besonderes, aber wir hatten (insbesondere in Frankreich) schon schlechter gewohnt. Tiefgarage optional (9.- €). Zur Fähre ca. 20 Minuten Anfahrt. Zur Innenstadt von Dünkirchen 3 Minuten – trotzdem relativ ruhig gelegen.

Bed and Breakfast Furzedon (heißt wirklich so – dazu später mehr) in Merton:
Fünf Sterne Bewertung von uns. Sehr nette Gastgeber, sehr schöne Zimmer, tolle Gegend usw.

Bed an Breakfast Pigeonwood House (oberhalb von Folkstone):
Auch klasse. Kleine Abstriche zu Furzedon – Zimmer kleiner. Aber ansonsten, super Gastgeberin, tolle Lage oberhalb der Stadt, sehr sauber.

Acora Bonn:
Sehr günstiger Wochenendtarif, liegt außerhalb von Bonn – aber dennoch zentral. Große Zimmer, sauber, zu empfehlen.

Nun lassen wir aber die Urlaubsbilder sprechen.
Wir laden euch nun ein, unsere Englandtour nochmals mit uns zu erleben. Ich versuche, es so interessant und lustig wie möglich zu gestalten, dass mir ja keiner beim Lesen einschläft. Solltet ihr bezüglich der Reise noch Fragen an uns haben, dann könnt ihr euch natürlich gerne an Winger oder mich wenden.

 

Die Anfahrt:

Wingers kamen von Sömmerda einen Tag zuvor zu uns nach Brühl und übernachteten dort im Hotel Brühler Hof. Am Abend vor der Abfahrt waren wir noch bei unserem Lieblingsitaliener in Schwetzingen Kalorien auftanken – ihr erinnert euch ja an die Warnungen „ihr werdet in England verhungern“. Dort verfolgten mit schmerzerfülltem Gesicht (Ironiemodus), wie Italien die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft nicht überstand.

Der nächste Morgen:

Wer von uns beiden fährt nun eigentlich die Goldwing?

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Einer fehlt…. da kommt er ja endlich.

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Über Belgien gings dann weiter zu unserem ersten Ziel – Dünkirchen in Frankreich. Hätten wir damals schon gewusst, dass wir nur nur einige Tage später Frankreich aus dem Turnier werfen werden, wären wir etwas hochnäsiger durch die Straßen gelaufen…
Spaß beiseite. Auch Dünkirchen hat einiges für den Kurzaufenthalt zu bieten. Motorradfahren – nein – aber die Stadt ist recht nett und hat einige Sehenswürdigkeiten.

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Der nächste Morgen. Wir hatten die 08.00 Uhr-Fähre gebucht. Bei ca. 2:15 Stunden Fahrt inkl. Zeitumstellung hieße das – Ankunft in Dover gg. 09.15 Uhr. Man solle 90 Minuten vorher an der Fähre sein – meinte man. Wir waren bereits um 05:30 Uhr dort. Gut so, denn so steckte man uns noch auf die 06.00 Uhr-Fähre. Das war prima, denn durch unseren Ausflug nach Brighton bei der Anreise war es sowieso schon recht knapp mit der Zeit.

Die erwähnte 1. Klasse-Lounge auf der Fähre:

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Tom liest eine englische Zeitung (oder versucht es zumindest)

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Ein Blick auf die weißen Klippen von Dover:

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Kurz vor dem Ausfahren von der Fähre:

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So empfing uns England. Bis auf den Linksverkehr waren bis dato alle Vorurteile widerlegt oder noch nicht auf die Probe gestellt worden. Wir waren satt, Bier hatten wir noch keines getestet und der Himmel war blau (noch).
Und nur nach ein paar Kilometern (sorry – Meilen) hatten wir uns alle in England verliebt. Es hatte oft etwas von dem Auenland aus Herr der Ringe.
Und: keine Angst vor dem Linksverkehr. Das klappt wie von selbst. Ich selbst bin ein umerzogener Linkshänder (das war mal Mode in den 70ern) und hatte deshalb ein wenig Befürchtungen. Aber alles ganz entspannt, das klappt wie von selbst. Ein wenig Vorsicht am Anfang und dann fährt man, wie man es in Deutschland gewohnt ist (nur eben auf der falschen Seite).

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Wir steuerten Brighton an. Das alte Seebad wollten wir uns unbedingt anschauen….. und…. irgendwie waren wir enttäuscht. Auch der Himmel zeigte sich nicht mehr von der besten Seite und graute sich so langsam ein. Brighton selbst – es wirkte auf mich wie ein alter Jahrmarkt, der schon lange keine richtig gute Attraktion bieten konnte.
Fazit: Brighton lohnt sich nicht wirklich – nur, wenn man eh vorbeikommt.

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Wie schon angedeutet, das Wetter wurde typisch englisch. Naja, dachten wir, was wäre England ohne schlechtes Wetter? Fehlt nur noch das schlechte Essen und das warme Bier, dann haben wir alle Klischees zusammen.

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Was wir auch recht schnell merkten: Der Regen ist in England irgendwie intensiver als bei uns auf dem Festland. Glücklicherweise wechselt in England oft das Wetter schneller als Politiker ihre Meinungen…
Und so sah es dann aus, als wir bei unserer ersten Unterkunft (Furzedon) eintrafen.

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Es war schon bereits um 18.00 Uhr. Also gut, dass wir eine Fähre früher genommen hatten.

Mit das Wichtigste zum Schluss. Wir hatten im Dorf den einzigen Pub gefunden. Unserer gemeinsamen Meinung nach, der beste Pub Englands überhaupt. Nicht übertrieben: hervorragende Speisen für wirklich jeden Geschmack, gutes Preis- Leistungsverhältnis, große Bierauswahl (auch wirklich alle kalt – aber nicht alle mit Schaum) ausgesprochene nette und lustige Bedienungen/Gäste und nur 200 Meter von unser Unterkunft entfernt. Wir hatten insgesamt vier Nächte in Merton gebucht, nun dürft ihr raten, wie oft wir wohl abends im Malt Scoop Inn (so der Name des Pubs) waren?

 

2. Tag – der Südwesten (u. a. Hardland)

Das B&B Furzedon liegt in Devon und das liegt direkt neben Cornwall. Die Rosamunde Pilcher Leser unter euch kennen es bestimmt (ich bin keiner davon). Aber, ich habe mir sagen lassen, es ist genauso wie es in den Büchern beschrieben wird.

So empfing uns morgens der Himmel. Mist, da war es wieder das verdammte Wetterklischee. Dabei hatten wir doch ein so tolle Tour für den ersten Tag geplant…. Egal, wie das Wetter ist, wir fahren trotzdem, schließlich trägt ja alles Goretex.

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Aber, je mehr wir in Richtung unserer Tour fahren wollten, desto nasser und dunkler zeigte sich der Himmel. Sollte es mit dem anfangs erwähnten Plan des Monarchen zu tun haben, der sein Königreich „touristenfrei“ halten wollte?
Nein, wir ließen uns nicht entmutigen und fassten einen gewagten Entschluss:
Sch.iß auf die geplante Tour, wir fahren in die Richtung, wo am Himmel zumindest ein wenig Blau zu erahnen ist.

Gesagt, getan. Und das erwartete uns:

Aus einem scheuen blauen Loch am Himmel…

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…. wurde doch tatsächlich binnen kürzester Zeit richtig schönes Wetter. Aber – wir durften dieser Schönwetterzelle nicht verlassen – denn rings um uns lauerten die englischen Regengeister.

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Wir befanden uns in der Gegend von Hardland – die hatten wir eigentlich gar nicht auf dem Plan gehabt. Eine wunderschöne Gegend, die wir ohne den Regenguß gar nicht zu sehen bekommen hätten.

Zunächst besuchten wir eine typisch englische Kirche an der Küste. Es ist schon ein etwas anderes Gefühl, wenn man in England über einen Friedhof spaziert. Vielleicht könnt ihr es ein wenig nachempfinden.

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Er da soll böse Geistern vom Ort der Ruhe fernhalten. Mich ließ er gewähren, das hat mich beruhigt.

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Der Blick auf die Küste vom Friedhof aus. Achtung makaber: Manche haben nach ihrem Tod den schönsten Wohnort ihres ganzen Lebens.

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Raus aus dem Reich der Toten, rein ins lebendige England mit seinen kleinen Straßen. Und da kann hinter jeder Ecke eine Gefahr lauern. Spaziergänger, Pferde, Kühe, Traktoren, Milchtransporter. Deshalb, äußerst vorsichtig die Bikes auf solchen Wegen steuern.

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Und nun ein paar richtig schöne Eindrucke von der englischen Küste bei Hardland:

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Die einen zwei….
(und die wären gerne über Nacht dort geblieben, ging aber nicht – siehe das Schild links)

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die anderen zwei

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Und logischerweise gabs auch was zu essen (und das war auch okay, trotz „Touri-ort“)

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Tina zeigt uns, in welcher Richtung Amerika liegt:

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Dann gings weiter in Richtung Appledore. Nicht, weil das Küstenstädtchen unbedingt auf dem Plan stand, aber dort waren keine Regenwolken mehr zu erspähen. Es wäre Schade gewesen, wenn wir uns diesen Ort nicht angeschaut hätten:

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Wie ihr seht, haben die Engländer manchmal mehr Wasser auf der Straße als im Hafen.

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Fish and Chips-Lieferant:

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Und irgendwann gings auch wieder heim. Ihr ahnt es schon – wir hatten ja unseren Biertesttermin im Malt Scoop Inn:

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Und noch ein eindrucksvolles Wolkenbild:

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3. Tag (Richtung Lands End)

Lands End ist der südwestlichste Punkt Englands. Grund genug, ihn aufsuchen zu wollen. Das Wetter am Morgen war wieder so „lala“ und konnte sich anscheinend nicht so richtig entscheiden, welche Richtung es einschlagen wollte.

So sah es über Merton aus:

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So war es unterwegs, bis es letztendlich den stärksten Regenschauer gab, den ich bislang fahrend auf dem Motorrad erlebt hatte (und glaubt mir, einige hatte ich schon erlebt). Innerhalb weniger Minuten schien mehr Wasser herunterzukommen, als bei einem deutschen Starkregen in einer kompletten Stunde. Material und Mensch waren gefordert. Bei den Menschen klappte es glücklicherweise ein wenig besser als beim Material. Jacke, Handschuhe und Stiefel (alles Goretex) hielten bei mir dicht. Die Hose (Rukka – auch Goretex) verschaffte mir jedoch einen feuchten Allerwertesten. Glücklicherweise war der Regenguss nicht zu lange, sodass alles wieder recht schnell trocknete:

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Leider gab es keine Möglichkeit, sich unterzustellen. Deshalb forderten wir kurzzeitig – „überdacht England!!!“

Kurz danach war der englische Wettergott wieder gut mit uns und es ging zunächst weiter nach Saint Ives, einem schönen, aber auch überlaufenen Küstenstädtchen.
Es kam hinzu, dass man dort scheinbar auch unter der Wasserknappheit im Hafen zu leiden hatte…

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Und wer kein Wasser hat, der darf auch nix Alkoholisches trinken:

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Zwei Handysüchtige und einer, der die Landschaft genießt

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Es ging weiter nach Saint Just. Auch ein kleines Städtchen in der Nähe, welches angeblich die meisten Kneipen Englands (pro Einwohner) aufzuweisen hat.

Nach der nächsten Kurve schalte ich das DRS (Formel 1-Fans wissen, was das ist) zu, dann hole ich mir den Bus…
Im Ernst, der Busfahrer war einer der vielen netten Engländer. Nicht nur, dass er uns locker überholen ließ. Er winkte uns auch kurze Zeit später – also wir von unserer Pause in Saint Just kamen – wieder vor sich auf die Straße.

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Auch im beschaulichen Saint Just ist man vor Knöllchenschreiber nicht sicher. Das Mädel zeigte allerdings keinerlei Interesse an unseren Bikes.

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Das sind drei der Kneipen der Ortschaft:

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Dann ging die Fahrt weiter zu dem oben schon erwähnten Lands End.

Das war zwar nicht besonders überlaufen, aber schon ziemlich touristenmäßig zurecht gemacht.

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Da hinten zum Beispiel das erste und letzte Lokal Englands.

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Dann der erste und letzte Briefkasten Englands.

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Kerstin hatte den Wunsch, diese beiden Telefonzellen mit nach Hause zu nehmen (ihr erinnert euch an den Bericht im Forum). Daraus wurde nichts, angeblich seien die Koffer der Goldwing zu klein. Schwache Ausrede, Herr Winger, schwache Ausrede:

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Und auf der Heimfahrt entstand noch das dunkelste Fahrfoto der gesamten Reise (aber es war tatsächlich öfter so finster in den „Baumtunnels“)

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4. Tag (z. B. Saint Mawes)

Das war der Tag, an dem nichts mehr so war wie für uns jemals zuvor in England. Die Regenhäufigkeit sank nämlich ab dem vierten Tag von ca. 10 % (was für England ja auch nicht viel ist, auf geschätzte schlappe 5 %). Zwei Tage später hatten wir für den Rest der Englandtage sogar 0 % Regen. Uns wurde gesagt, dass dies der beste Julianfang seit 7 Jahren in England gewesen sei. Ich warte noch auf meine Ernennung zu Englands Wetterminister….

Und zu Beginn des dritten Tages gleich mal wieder ein Bild aus der Kategorie „wir fahren durch den unentdeckten englischen Urwald“

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Irgendwann – am Ende des Urwalds – tauchte dann Eden Project auf. Eine Art Garten, in dem man die subtropische oder die mediterrane Klimazone mit all ihren Pflanzen besuchen kann. Außerdem war Eden Project auch schon Schauplatz eines „James Bond“ (die another day).
Für uns war es nur ein kurzer Stopp – wir waren ja zum Motorrad fahren hier und um Land und Leute kennen zu lernen. Für einen Besuch bei Eden Project ginge ein ganzer Tag drauf.

Trotzdem 1 – 2 Bilder:

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Dann führte uns der Weg weiter nach Saint Mawes, einem weiteren sehenswerten Küstenort im Südwesten. Aber was für ein Unterschied zu Saint Ives gestern. Alles andere als überlaufen, mindestens genauso schön (eigentlich schöner).

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Und bevor es Kommentare gibt… dieses Foto hat nichts damit zu tun, dass es in Saint Mawes kein Alkoholverbot wie in Saint Ives gibt. Einfach nur ausspannen.

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Dann mussten wir wieder zurück. Ihr wisst es ja, unser Lieblingspub hatte uns schon erwartet.
Und damit ihr seht, dass es nicht übertrieben ist, was wir über das Malt Scoop Inn zu berichten haben, hier einige Bilder und Speisekarten. Wer da nichts findet…

Die erste Karte wird von unserer Lieblingsbedienung präsentiert:

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Einer der vier Speiseräume:

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Und die staatlich anerkannte Biertesterrunde:

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und vor dem Lokal. Irgendjemand hatte Tom eine Zigarillo in der Hand versteckt:

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Tag 5 (wir wandern aus in den Südosten):

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge brachen wir gen Osten auf. Lachend, weil wir natürlich gespannt waren, was uns alles so in Kent erwarten würde. Weinend (das ist nur bildlich gemeint und nicht dass jetzt jemand denkt, wir seien brasilianische Fußballer), weil wir unsere tolle Unterkunft in Merton nur ungern verließen.
Übrigens – am Abreisetag erklärten wir unseren Gastgebern Jan (sie) und Jerry (er), was in Deutschland die ersten vier Buchstaben des Namens ihrer Unterkunft Furzedon bedeuten. Großes Gelächter… In England ist das der Name einer Pflanze (einer wohlriechenden sogar).

Das waren unsere Gastgeber:

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Und da es in den Osten recht schnell gehen sollte – es wollten ja wieder ca. 450 Kilomter bewältigt werden – wählten wir zum Vorwärtskommen die Autobahn:

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Spaß beiseite. Je nach Verkehrsaufkommen wechselten wir zwischen Landstraßen und Motorways. Als Zwischenstopp war Stonehenge eingeplant. Allerdings waren wir vorher schon mehrfach gewarnt worden – Nepp, ist es nicht wert, angeschaut zu werden usw.

Erste Überraschung als wir dort ankamen. Die Straße, die in einiger Entfernung an Stonehenge vorbeiführt – und von der man aus Fotos machen kann – war gesperrt worden. Nächste Überraschung – der Eintritt pro Person betrug nicht mehr die angekündigten 12.- Pfund, sondern schlappe 15.- englische Königinnen.
Etwas viel für ein paar Steine, von denen man bis heute noch nicht genau weiß, warum die da in der Gegend herumstehen. Möglicherweise wollte ja nur ein vorchristlicher Druide seinen Müll abladen.

Ein Foto gibts dennoch. Ganz da hinten am Horizont sollen sie stehen – die Steine. Man wird mit dem Shuttlebus hingefahren – wenn man dafür bezahlen möchte.

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Mittagspause machten wir in einem traditionellen englischen Lokal. Den Namen habe ich vergessen, aber der Fotoapparat an der Tenne hat ihn zumindest teilweise festgehalten.

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Nach ein wenig Regen (die erwähnten 5 %) schafften wir es, zwischen 18.00 und 19.00 bei Marys Pigeonwood House einzutrudeln. Nur zu finden, indem man ins Navi die Koordinaten der Unterkunft eingibt.

Im großen Haus schliefen wir, im kleinen die Mopeds.

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Der 6. Tag (Sandwich u. a.)

Na klasse, werde jetzt einige sagen. Haben die nix anderes zu tun als sogar beim Motorrad fahren ans Essen zu denken. Nein, ihr werdet sehen, die Ortschaft Sandwich bietet viel mehr als nur zwei Weißbrotscheiben mit Wurst oder Käse dazwischen.

Beginnen wir aber mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über Kent:

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Jetzt aber Bilder von Dickschiffen aus drei Generationen

1. Generation:

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2. Generation:

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3. Generation:

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Zur 1. Generation – in der Nähe von Sandwich steht tatsächlich ein original restauriertes Wikingerschiff. Als Erinnerung an die Wikingerüberfälle auf England.

Zur 2. Generation – das ist ein Flugzeugwrack auf einem Teil des Flughafens von Kent.

Zur 3. Generation – eigentlich kein Dickschiff. Da passen ja nicht mal zwei englische Telefonzellen rein.

Wir besuchten die Kirche die von Sandwich und wurden überaus freundlich von einem der Gottesvertretern auf Erden empfangen. Er erzählte uns, dass er gute Freunde in NRW habe und er diese in zwei Wochen besuche (wir unterhielten uns in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch). Dann machte er uns extra das Licht in der Kirche an, damit wir besser fotografieren konnten. Seine Kirche muss im Monat 1000.- Pfund an den zuständigen Bischoff abgeben. Kirchensteuer gibt es in England nicht – dafür bekommt man von der Gemeinde jährlich eine Zuwendung. Und die richtet sich nach der Anzahl der Kirchenbesucher. Ein Grund für uns, sich im Kirchenbuch zu verewigen.
Außerdem konnten wir uns gut über Fußball unterhalten. Ich bedauerte für England, dass Gareth Bale Waliser sei und er bestätigte dieses.
Und wem Fußball als Kirchenthema zu trivial ist: der Turm der Kirche wurde von den Wikingern errichtet. Man habe den ursprünglichen Turm zerstört und ein gleicher Stelle eine normannische Variante hochgezogen.

Nun aber ein paar Bilder des Gotteshauses:

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Dann gings ans Meer nach Hythe:

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Da ging Tina das Pony durch…

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Apropos Vierbeiner. Auf dem Heimweg gabs noch einen unplanmäßigen Stopp.

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Info zur Abendverpflegung in Kent. Der nächste Pub war 2 Kilometer entfernt. Das war uns für einen Abendspaziergang definitiv zu weit. Also war Selbstverpflegung angesagt. Kein Problem, denn in Folkstone gibt es sogar Lidl und Aldi.


Der 7. Tag (Canterbury u. a.)

Durch Canterbury waren wir bereits einen Tag zuvor gefahren. Das hat uns so gut gefallen, dass wir entschieden, dort einen Tag später einen kleinen Aufenthalt einzulegen. Ursprünglich hatten wir ja noch Brighton auf dem Programm gehabt, aber das fiel ja nun weg, da wir die olle Seestadt bereits auf dem Weg nach Devon abgearbeitet hatten.

Vorher mussten aber noch die Motorräder vom groben Dreck befreit werden.

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Und das ist die Aussicht von dem Hügel, auf dem das Pigeonwood House steht, auf bzw. über Folkstone. Ganz hinten kann man die französische Küste sehen und wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt, dann nimmt man auch den Geruch von frisch gebackenem Baguette wahr…

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Hier was von Canterbury:

Wie man sieht, zieht es die Mädels schnurstracks zum Klamottenladen, der Herr sucht dagegen ein Geschäft für historische wertvolle Schriften aus dem England der präindustriellen Revolution auf.

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Dann die drei bekanntestens Bürger von Canterbury:
Der Mann, dessen Vater mit einer Alienfrau Sex hatte.
Der Mann, der sich mit seinem Tarnanzug fast unsichtbar für andere in Canterbury bewegen kann.
Und der Mann, der mit seiner Diät Posh Beckham zu ihrer schlanken Figur verhalf:

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Winger legt sich mit der Dorfjugend an.

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Die Kathedrale von Canterbury. Mehr Kirchenbilder gibts heute nicht – aber morgen, da wirds garantiert gruselig.

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So viel Stadtbummel schreit richtig nach Pause. Tina ist wohl überrascht, dass jemand einen Fotoapparat dabei hat.

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Später hatten wir noch eine Pause an einer Hebebrücke, weil so ein dämliches Frachtschiff nicht warten wollte, bis wir mit dem Motorrädern durch waren

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Der Abschluss der Tour. Entpannung am Meer. Glücklicherweise hatten wir unsere aufblasbaren Strandkörbe in den Koffern dabei.

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Der 8. Tag (das Gruselkabinett)

Es war unser letzter Tag in England und dafür haben wir uns was ganz Besonderes aufgehoben. Es sollte u. a. gruselig zugehen. Pluckley nämlich, die Ortschaft, die wir besuchen wollten, ist angeblich das Dörfchen mit den meisten Geistern in ganz England. Ganze zwölf Gespenster sollen sich dort seit Jahrhunderten herumtreiben und arglose Touristen erschrecken.
Hah, nicht mit uns, dachten wir und machten uns auf den Weg, der Dering-Familie (die sind nämlich für die Spukerei verantwortlich) Guten Tag zu sagen.

Für mich ein ganz besonderer Spaß, denn ich hatte nämlich gleich in der ersten Nacht im Pigeonwood House so meine paranormalen Erlebnisse (zumindest eins davon kann Tina bestätigen).

Erst flackerte mitten in der Nacht mehrfach die (ausgeschaltete) Birne des Deckenlichtes.
Dann ging plötzlich der Fernseher an (war auf Standby geschaltet). Das hat Tina auch mitbekommen. Die Fernbedienung war außerhalb unserer Reichweite – nicht dass noch einer kommt und sagt, wir hätten uns bei irgendwelchen Aktivitäten auf den Einschalter gedreht.
Und dann gabs nachts noch eine Reihe von Trommeleinlagen (irgendwo aus dem Haus). Winger wars nicht, der hatte nämlich seine Blechtrommel zu Hause gelassen.

Jetzt aber alle mit nach Pluckley. Und zieht euch warm an, es wird euch eiskalt den Buckel hinunterlaufen…

Der Weg nach Pluckley. Schließt die Augen, wenn euch das schon zu viel ist…

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Das Black Horse. Ein Ausgangspunkt der Spukgeschichten. Zweifelt ihr, dann schaut auf die Speisekarte…

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Die Frau mit dem Schatten ohne Kopf…

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Ob hier ein Geist aus dem Grab steigt?

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Der nachweislich 400 Jahre alte Hund der Derings…

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Beide Mädels mit viel Glück. Ihr kennt doch den Film „The Ring“. Gott sei Dank ist keine reingetreten. Und ihr alle – bitte nicht reinschauen. Ihr wisst ja: siehst du den Ring, ist es zu spät…

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Du bist nicht alleine…

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Das gruseligste aller Bilder. Links der Geist in der Kirche. Na klar, werden jetzt einige sagen, das ist doch der Tom. Ätsch, isser aber nicht. Der hat nämlich das Bild gemacht.

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Und dass wir tatsächlich in Pluckley waren, belegt der Eintrag im Buch der Untoten. Seltsamerweise (ihr dachtet euch das schon) standen unsere Namen schon im Buch, bevor wir überhaupt die Kirche betraten…

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Wer von euch nach so viel Gruselgeschichten noch nicht im Koma liegt, kann uns auf unserer letzten Tagestour weiter folgen.

Dieses Bild hatte ich schon gezeigt, ich finde es aber so lustig, dass ihr es euch nochmal über euch ergehen lassen müsst:

Mittagspause im „Schwanzpferd“

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bei adäquater Begleitung…

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An diesem Tag fuhren wir noch bei einigen Burgen vorbei. Das waren z. B. das Leeds Castle, welches absolut sehenswert sein muss. Dort sollte man allerdings einen kompletten Tag verbringen – alleine schon wegen des Eintritts von 20.- Pfund/pro Nase.

Auch am Bodium Castle hielten wir nur kurz:

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Wir lernten im Pigeonwood House noch ein älteres englisches Ehepaar kennen. Die beiden befanden sich auf dem Weg nach Deutschland, wollten für drei Tage nach Frankfurt/Main und dort u. a. die Oper besuchen. Die beiden setzten nicht mit der Fähre über, sondern nahmen den Eurotunnel. Wäre fürs nächste Mal vielleicht auch ne Alternative (weniger Wartezeit, schneller, dafür aber teurer).


Der Abreisetag

Alles geht zu Ende. Leider.

Mary machte uns wie gewohnt das Frühstück – nur eben eine Stunde früher. Dann der Schleichweg zum Hafen. Vorkontrolle, Zollkontrolle, nochmal Kontrolle, dann noch rausgewunken. Es wurden uns Fotos von Waffen und verbotenen Gegenständen gezeigt. Ob wir sowas gekauft hätten?
Na klar, haben wir sowas in England gekauft. Deshalb sind wir ja extra über den Kanal gekommen.
Dann verbog ich mir noch den Schlüssel der Tenere, weil ich den säuberlich gepackten Koffer schnell öffnen musste. Welche Überraschung für die Kontrolleure, doch nur dreckige Wäsche und keine Waffen dabei….
Aber irgendwann standen wir doch am Hafen und warteten auf die Fähre.

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Hinter uns der freundliche Engländer aus Dingbumsshire (o. ä.), der in Deutschland Motorradurlaub machen wollte.

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Und weil es beim ersten Mal schon ein Schenkelklopfer war, hier nochmal:
Die Goldwing als Ausgleichsgewicht auf dem Weg zu ihren Brüdern – den 38 Tonnern

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Die Überfahrt war ohne außergewöhnliche Ereignisse. In der Lounge waren wir dieses Mal nicht alleine. Insgesamt waren wir zu neunt und hatten noch immer Platz ohne Ende.

In Dünkirchen durften wir wieder als erstes von Bord und waren damit auch als erstes auf der Autobahn. Stau gab es vor allem in der Gegend in Brüssel. Gott sei Dank haben Motorradfahrer ja eine Spur mehr zur Verfügung.

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Und dann kurz vor Erreichen unseres Ziels, das Acora bei Bonn. In diesem Moment muss Deutschland gerade das 1:0 gegen die Franzosen geschossen haben.

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Weiter gings dann am nächsten Morgen. Da trennten sich gleich am Hotel unsere Wege, weil wir absolut unterschiedliche Strecken fahren mussten (Winger in den Osten, wir in den Südwesten).

Wir fuhren ausschließlich über Land nach Hause.

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Die Motorräder:

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Honda Goldwing. Sie feierte auf der Rückreise die „140.000“-Kilometer.
Keine Schäden, kein Ölverbrauch, ca. 4.500 Kilometer zurückgelegt, Durchschnittsverbrauch ca. 6,5 Liter.

Yamaha Super Tenere. Im Vergleich dazu jungfräulich. Machte aber auch den „20.000“er während des Urlaubs voll. Durchschnittsverbrauch etwas über 5 Liter, Ölverbrauch über die gesamte Strecke 0,2 Liter, ca. 4.200 Kilometer zurückgelegt, keine Schäden.

Fazit/Tipps:

Wie ihr mit Sicherheit erkannt habt, hat uns England nicht nur sehr gut, sondern sogar hervorragend gefallen. Ich für mich möchte sogar behaupten, ein richtiger Englandfan geworden zu sein (den anderen drei geht es garantiert genauso). Ich mag die skurilen Menschen mit ihrem britischen Humor, ich mag ihre Freundlichkeit, ich mag ihre Sauberkeit, die der Deutschen recht ähnlich ist.
Die Landschaft ist vor allem in Devon und Cornwall einsame Spitze. Klar, fehlt es dort an hohen Gebirgen. Aber auch diese sanften Hügel und die rauhen Küsten geben dem Land etwas absolut Besonderes. Ein Land, das nie langweilig wird. Und wo das Motorrad fahren richtig Spaß macht.
Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, das wissen wir. Bei zehn Tagen Regenwetter hätte das Fazit vielleicht anders ausgesehen – aber darüber machen wir uns keine Gedanken. England hat sich uns gegenüber nicht nur wettertechnisch als sehr gastfreundlich gezeigt und dafür bedanken wir uns.

Kent im Südosten war auch sehr schön, kann aber mit Devon und Cornwall nicht ganz mithalten. Mehr große Ortschaften, etwas weniger Landschaft. Würden wir nochmal buchen, würden wir in Devon/Cornwall einen Tag länger bleiben und in Kent einen weniger.
Ursprünglich hatten wie auch vor, einen Tag London zu besuchen. Davon sind wir während des Urlaubs abgekommen. Zwei Stunden Fahrt dorthin, zwei Stunden zurück (mit dem Zug) und dort purer Stress, das wollten wir nicht.
London kann man immer mal wieder nachholen. Am besten als Pauschale mit dem Flugzeug.

Als Gepäcklösung haben sich mal wieder die Kompressionspacks bewährt. Diese reduzieren das Klamottenvolumen auf bis zu 50 Prozent. Natürlich sollte man dann keine dicken Jeans oder Hemden o. ä. mit dabei haben. Zu bevorzugen ist Funktions- oder Outdoorkleidung.
Absolut wichtig – wasserdichte Motorradkleidung. Im coolen Cruiseroutfit kommste in England nicht weit. Bei entsprechendem Regen ist das teure Hirschleder schon nach drei Minuten aufgeweicht.
Und auch außerhalb des Motorradlebens sollte man in England auf alle Temperaturen vorbereitet sein. Das Wetter wechselt schnell und nur mit „kurzärmelig“ kann es gleich mal ne dicke Schnupfennase geben.

Pfund hatten wir zunächst in Deutschland gewechselt. Für die Bezahlung im Pigeonwood House (Mary akzeptierte keine Kreditkarten, aber Paypal wäre auch möglich gewesen) sind wir in Canterbury auf die Bank. Abhebegebühren für ca. 400.- € irgendwas um die 4.- €.

Die Klischees über England haben sich also für uns in keinster Weise bestätigt. Lassen wir mal das alte Thema Wetter zu Seite, so passte auch alles andere. Essen gut – sehr gut, Bier kalt (manche Sorten haben eben keinen Schaum – dafür muss man nicht sieben Minuten warten und das Glas ist randvoll), Menschen sehr nett, Linksverkehr problemlos.
Halt – ein Klischee stimmt doch. Den typischen Engländer erkennt man… an den großen Ohren.

Tourentipps: manchmal vielleicht wirklich mehr nach dem Himmel schauen als stur an der geplanten Tour festhalten (siehe Hardland bei uns). Cornwall ist fast überall schön, da zeigt einem auch der Himmel manchmal, wo schöne Stellen sind.
Unsere Garmins lagen zu nahezu 100 % richtig und machten keine Probleme. Ich hatte nur 2 – 3 mal seltsame Navigationsbefehle – das passiert aber auch in Deutschland.

Apropos seltsam:
Man sollte keine Angst vor Geistern haben: die wollen nichts Böses, nur spielen. Nachts mit dem Lichtschalter oder der Fernbedienung des Fernsehers. Und manchmal trommeln sie eben irgendwo an die Wand. Falls wir nachträglich noch Post von den Derings aus Pluckley bekommen (weil wir uns angeblich über sie lustig gemacht haben), dann lasse ich es euch wissen.

Sprachkenntnisse sind keine besonderen erforderlich. Mein extra heruntergeladener Sprach-App wartet immer noch darauf, dass ich Unit 2 beende. Aber man kommt auch mit Schulenglisch prima weiter. Im Zweifelsfall entschuldigt sich der freundliche Engländer auch noch bei einem, dass er selbst so schlecht Deutsch spricht.

Ein wichtiger Satz vielleicht: „who let the dogs out?“ Mehr Hunde als in England sieht man nirgendwo (aber nicht eine Hinterlassenschaft auf dem Gehweg). Hier ein paar Beispiele:

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Ach ja, ein typisches englisches Souvenir habe ich mir auch gegönnt:

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England, wir werden dich wieder besuchen. Egal, ob dein früherer Monarch den Kanal gegraben hat, um uns Touristen fernzuzhalten (hat er vermutlich eh nur wegen den Franzosen gemacht).

Wir wissen nämlich, wo deine Fähre wohnt…

Wir hoffen, unser kleiner Englandbericht hat euch gefallen. Ist vielleicht dann doch 1-2 Bilder und 2-3 Sätze länger geworden als geplant. Aber ihr müsst ihn ja nicht in nur einer halben Stunde lesen, ihr könnt euch auch gerne 30 Minuten dafür Zeit lassen…

 

 

 

 

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